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3. Dezember 2013 / AugenZeugeKunst

PETER FREITAGs PAPER-CUTs

Direkt nachdem ich auf Peter Freitag aufmerksam gemacht wurde, schaute ich mir dessen Webseite an und fand großen Gefallen an seinen Paper- und Poster-Cut-Outs. Bei einem Besuch in seinem Atelier bekam ich einen umfassenderen Einblick in seine Arbeitsweise.
Freitag arbeitet hauptsächlich mit vorgefundenen Bildern. Plakate, Fotos, Reproduktionen – Bilder, die uns alltäglich umgeben, die wir meist ignorieren, weil es einfach zu viele sind. Freitag hinterfragt sie, baut sie um, entfernt Teile oder fügt welche hinzu. Er bezeichnet sich selbst als „Phänomenologe“ und meint damit die Vorgehensweise: Mit Schmirgelpapier und Skalpell bewaffnet, legt er das Wesentliche der Bilder frei, indem er das Besondere annulliert und nur das Allgemeine übrig lässt.

Das jeweilige Bildbearbeitungskonzept spielt dabei eine große Rolle. Freitag spricht vom „konzeptuellen Bau“: Richtlinien, die er sich selbst auferlegt und die er während der Arbeit wieder hinterfragt und gegebenenfalls für Neuerungen in der Arbeitsweise öffnet.
Momentan schneidet er Papier unter dem Arbeitstitel: „nihil privativum“. Unter anderem „Star-Poster Cuts“, die im Format etwa seine Größe erreichen. Freitag findet in diesen großen Formaten ein „wirkliches Gegenüber“ von dem er sich herausgefordert fühlt, denn „das Scheitern wird dramatisch bei den großen Arbeiten“.

 

 

Kunstwerke für alle!
Hinweisen möchte ich auf das Blattformer-Projekt, welches Peter Freitag zusammen mit Künstlerkollege Ruprecht Dreher im Oktober 2009 gründete. Im ersten Jahr entstanden unter der Devise „A CUT A DAY“ 365 Papierschnitte, die täglich meistbietend versteigert wurden. Heute kann man unter dem Motto: „Kunstwerke für alle!“ hochwertige Arbeiten ausgewählter KünstlerInnen zum Einheitspreis von 250 Euro erwerben.

Ausstellungshinweis:
8. November bis 10. Dezember 2013
PAPER ICONS
mit Ruprecht Dreher, Peter Freitag, HC Petersen, Marco P Schäfer, special guest: Bodo Holland-Moritz
Studio Jörg Hasheider | Pohlstr. 68 | 10785 Berlin

Der Künstler Jakob Röpke hatte dankenswerterweise eine Führung durch Peter Freitags Arbeitsräume arrangiert. In kleiner Gruppe konnten wir Fragen erörtern und uns alles genau erklären lassen. Danke Jakob!

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  1. Armin / Dez 5 2013 7:13

    Danke für diesen Hinweis! Über dieses Blog bin ich schon mal vor längerer Zeit gestolpert & habe es leider vergessen, zu bookmarken. Gute Idee, dieses Blattformer-Projekt!

    • AugenZeugeKunst / Dez 5 2013 11:26

      Auf jeden Fall eine gute Idee, das Blattformer-Projekt. Ich freue mich schon auf den Tag, an dem ich dort beschwingt etwas ersteigern kann 🙂
      Liebe Grüße aus Berlin von Anna

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